Letzte Event-Updates

WÜSTE-REGEN-FLUTEN in der Brommystraße

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Hier ein paar Fotos der Performance WÜSTE-REGEN-FLUTEN, aufgeführt am 2. und 3. Oktober in der Brommystraße.

Von und mit Johann Reißer, Camilla Fehér, Xaver Römer

Dank an das Räuberherz-Kollektiv, das uns ganz großartig gehostet hat, an DRAUSSENSTADT und an die Projektfonds Urbane Praxis.

https://www.draussenstadt.berlin/de/kalender/wuste-regen-fluten/1226/

Klimaperformance am Spreebalkon

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Am Sa 2.10. 19-20 Uhr und am So 3.10. 15-16 und 19-20 Uhr führen Camilla Fehér, Xaver Römer und ich die Performance WÜSTE-REGEN-FLUTEN am Spreebalkon in der Brommystraße Berlin-Kreuzberg auf.

Schwammstädte und Wolkenformationen, Sturzbäche und Tropfenklänge, wissenschaftliche Prognosen und magische Rituale: In dieser Performance begegnen sich Poesie und Katastrophe, Be- und Unberechenbares, Übersichten und mikroskopierte Details. Was kommt auf uns zu? Das Ende der alten Normalitäten? Ein neues Denken?

Das Räuberherz-Kollektiv wird die Straße dazu in ein heimeliges Balkonien verwandeln, an der Bar leckere Getränke anbieten und vor und nach den Aufführungen Musik auflegen.

Der Eintritt ist frei, unterstützt von DRAUSSENSTADT.

Weitere Informationen zu den Veranstaltungen und zum Ort unter http://www.draussenstadt.berlin/de/kalender/wuste-regen-fluten/1226

Ticketvorbestellung über https://brommysteg.reservix.de/p/reservix/group/371385 – oder einfach so vorbeischauen.

Sonne und Regen an der Trave

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Die ersten drei Aufführungen von WÜSTE-REGEN-FLUTEN in Lübeck sind gut über die Bühne bzw. über das Pflaster der Flaniermeile an der Obertrave gegangen. Am ersten Tag gab es beim Aufbau noch Regen un auch anschließend war es noch einigermaßen ungemütlich, bei der letzten Aufführung schienen uns dann aber sogar ein paar Abendsonnenstrahlen ins Gesicht. Hier ein paar Fotos:

Und dann waren wir (Camilla Fehér, Xaver Römer und ich) noch für ein kurzes Fotoshooting an der Mündung der Trave in die Ostsee.

WÜSTE-REGEN-FLUTEN in Lübeck

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Am Do 16., Fr 17. und Sa 18. September jeweils um 19 Uhr führen Xaver Römer, Camilla Fehér und ich unser Performancestück WÜSTE-REGEN-FLUTEN in Lübeck an der Obertrave (vor Musikhochschule Lübeck) auf. Es verbindet Regensounds und Durchhaltesongs mit verschiedenen klimatischen Szenarien, dystopischen und utopischen Momenten.

Schwammstädte, Wolkenformationen, Sturzbäche, Tropfenklänge, wissenschaftliche Vorhersagen und magische Rituale: Diese Perfomance widmet sich den vielfältigen Phänomenen, die der Regen hervorruft oder die sich mit ihm verbinden.
Wo kommen Sie her? Wo führen sie hin? Was bewirken sie hier, vor Ort?

Poesie und Katastrophe begegnen sich, Be- und Unberechenbares, Übersichten und mikroskopierte Details. Schnelles Handeln ist gefragt. Was wird passieren? Was können wir noch tun?

Gefördert durch KulturFunke*

https://www.kulturfunke.de/event/wueste-regen-fluten-1040#2021-09-16T19:00:00+02:00

Zum Elon Musk der Kaiserzeit

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Am 26. Juli fand ein Abend zu Max Duttenhofer, Begründer der Rottweiler Pulverfabrik und (Mit)Protagonist meines Romans „Pulver“ statt. Ob dieser nun als Elon Musik der Kaiserzeit zu sehen ist oder man ihn eher mit Alfred Krupp oder Gottlieb Daimler vergleichen sollte, ob seine Figur aus zeitlichem Abstand Kritik oder Anerkennung verdient, darüber wurde an diesem Abend viel diskutiert. Ich las dazu Ausschnitte aus meinem Romanmanuskript.

Ein Artikel zu dem spannenden Abend erschien in der Neuen Rottweiler Zeitung:

Ein Pulver-König-Abend

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Am kommenden Montag, 26. Juli, findet um 19 Uhr ein Abend zu Max Duttenhofer statt. Ich werde dabei mehrere Auszüge aus meinem Pulver-Roman lesen.

Für die Diskussion sind Dr. Winfried Hecht (früherer Stadtarchivar Rottweil), Dr. Jörg Kraus (Universität Heidelberg), Dr. Rainer Schimpf (Ausstellungsleiter im Haus der Geschichte), Dr. Peter Staatsmann (Intendant des Zimmertheaters) und Cornelia Votteler (Geschichts- und Altertumsverein Rottweil) eingeladen. Moderiert wird der Abend von Martina Meyr (Leiterin der Städtischen Museen Rottweil).

Anlass für den Abend ist die aktuelle Ausstellung „Gier“ im Haus der Geschichte Baden-Württembergs, bei der u. a. die bis heute umstrittende Figur Max Duttenhofers thematisiert wird. (https://www.hdgbw.de/ausstellungen/gierhassliebe/gier-ausstellung/). Die Veranstaltung findet auf der Freilicht-Bühne im Rottweiler Bockshof statt.

Der Eintritt ist frei. Es ist jedoch eine Anmeldung notwendig, unter dominikanermuseum@rottweil.de oder 0741/7662

FORSTSCHRIFT

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Am letzten Samstag habe ich gemeinsam mit einigen anderen Lyriker*innen an dem landpoetry-Happening FORSTSCHRIFT fortschreibungen im unterholz teilgenommen. Veranstaltet hat dieses der vauvau-verlag.

In einem gemeinsamen Schreibprozess auf einer Waldlichtung im Grunewald entstanden kollektive Gedichte auf Kassenrollen, mit denen anschließend Bäume, Äste und Wurzelwerk umwickelt, bandagiert, zum Träger von Wortskulpturen verwandelt wurden.

Hier einige der Ergebnisse:

Interview Prenzlauer Berg Nachrichten

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Ursula Seeger und ich haben für die Prenzlauer Berg Nachrichten ein Interview gegeben, in dem wir über unser Buchprojekt und die aktuelle Arbeitssituation erzählen – erschienen im Prenzlette Spezial #2 Mai 2021

– Aus der Nachbarschaft –

Ursula Seeger und Johann Reißer aus Prenzlauer Berg sind ein Paar und in verschiedenen künstlerischen Bereichen tätig. Derzeit arbeiten sie an einem lyrisch-grafischen Band zu menschlichen und tierischen Architekturen, der voraussichtlich 2022 erscheinen wird. Welche Auswirkungen hat die Pandemie auf ihren Beruf?

Wie geht es Euch in der aktuellen Pandemie-Situation?

Seeger:
Ich hatte das Glück, während des ersten Pandemie-Jahres eine Teilzeitstelle zu finden. Daher bin ich nicht mehr nur auf meine selbstständige Tätigkeit angewiesen. Die meisten meiner eigenen Projekte konnten online weiterlaufen. Außerdem arbeiten wir gerade gemeinsam an einem lyrisch-grafischen Band zu menschlichen und tierischen Architekturen in Berlin.

Reißer: Für die Buchrecherche haben wir die Stadt nochmal ganz neu erkundet und Zusammenhänge entdeckt, die uns zuvor unbekannt waren, und die wir mittels Fotografien, Collagen, Grafiken und Texten sichtbar machen wollen. Allerdings sind für mich auch einige berufliche Tätigkeiten weggebrochen. So biete ich beispielsweise regelmäßig Gedichtwerkstätten an, von denen einige nun nicht stattfinden können. Auch geplante Performance- und Theaterprojekte mussten auf unbestimmte Zeit verschoben werden.

Habt Ihr staatliche finanzielle Unterstützung in Anspruch nehmen können?

Seeger: Von den ersten Corona-Soforthilfen habe ich zu spät erfahren und später war es wegen der Teilzeitstelle nicht mehr notwendig für mich, Hilfen zu beantragen.

Reißer: Als die Unterstützungen anliefen, gab es viel Unsicherheit im Kulturbetrieb; wer darf sie in Anspruch nehmen, auf wen treffen die Richtlinien überhaupt zu? Ich habe zu lange gezögert bei den ersten Corona-Soforthilfen. Bei der „Verlosung“ von Corona-Sonderstipendien im letzten Herbst bin ich dann leider leer ausgegangen.

Hättet Ihr Euch von Seiten der Politik bessere Kommunikation gewünscht?

Reißer: Ja! Es lief alles ziemlich chaotisch und zum Teil willkürlich ab. Statt Pauschallösungen hätte ich mir eine bessere Abstimmung mit der Lebenswirklichkeit vieler Kulturschaffenden erhofft.

Beeinflusst Corona auch thematisch eure Arbeit?

Seeger: Eher indirekt als thematisch, weil der Kreis der Menschen, mit denen man sich über die eigene Arbeit austauscht, kleiner wird. Impulse und Anregungen, nach denen man gar nicht sucht, die einem aber in normalen Zeiten unerwartet über den Weg laufen, fallen weg. Dafür nimmt die Fokussierung auf das, was man bearbeitet, zu.

Reißer: Die chronische Privatheit spiegelt sich bestimmt auf irgendeine Weise in den Texten wider, deren Beschaffenheit ja mitunter von den Produktionsbedingungen beeinflusst wird. Das Moment der Ruhe tut dem Schreiben natürlich gut, mir beispielsweise fehlen aber die Bibliotheken sehr.

Welche neuen Strukturen, die sich während der Pandemie herausgebildet haben, werden Eurer Meinung nach erhalten bleiben?

Seeger: Ein Vorteil der digitalen Veranstaltungsformate ist natürlich die Ortsungebundenheit. Ich konnte virtuell zum Beispiel Symposien besuchen, die für meine Arbeit relevant sind, und mit Autor*innen aus verschiedenen Städten in digitalen Literaturgruppen zusammenarbeiten. Es wäre schön, wenn diese Zugänge ein stückweit erhalten blieben. Andererseits kann ich mir vorstellen, dass man nach Corona der digitalen Welt erstmal überdrüssig ist.

Reißer: Natürlich haben Online-Veranstaltungen großes Potential für internationales Publikum. Aber letzten Endes funktionieren für mich Online-Lesungen und Online-Theater nur sehr begrenzt und ich hoffe, dass die analoge Welt zurückkehrt, auch wenn sie hier und dort auf digitale Möglichkeiten zugreift.

Clouds

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Unser Haus will anders werden.

Es will sich lösen, will schweben.

Von Steinen, Erde ganz befreit,

Unser Haus will Wolke werden,

Ein bewegliches Heer von Vektoren und Faktoren,

Von Zahlen und Prognosen,

Es will Formation werden, rotieren, gleiten.

Unser Haus will in großen Strömen aufgehen,

Es will am Auftrieb teilhaben,

An hohen, unsichtbaren Sphären,

Die sich, so sagt man, über uns wölben.

Die Renderings sehen blendend aus:

Zwischen neuen Kategorien und Klassen,

Zwischen blanken Scheiben und Fassaden,

In denen sich Wetterfronten verfangen,

Zusammenbrauen, weiterziehen mit oder ohne uns. 

Nestbaulaune

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Es keckern die Elstern, es gurren die Tauben, es krächzen die Krähen:

Nestbaulaune.

Es tröten die Kräne, die Mischer geben Laut:

Es werden Wohn- und Brutstätten bereitet.

Es tröten die Kräne, es wischen die Männer über Monitore.

Schwebende Trägerteile im Blau.

Man beschnüffelt die Hintern, flaniert an gerenderten Spiegelfassaden.

Nestbaulaune.

Man betrachtet künftige Schlafplätze. Es tutet, ein Schwenk.

Vorbeigeschoben Pappkartons, Taschen, Decken.

Noch ein Tuten, Schwenk zurück.

Nestbau, wie auf Plastiktafeln vorgeprägt.

Die Männer wischen erneut, die Träger senken sich.

Nochmals ein lässiges Wischen, der Mischer ist leer.

Nur ein Flirt? Nestbaulaune.

Es keckern die Elstern, es gurren die Tauben, es krächzen die Krähen.