Letzte Event-Updates
Pulver im Blut und auf dem Zeitungscover
Letzte Woche schaffte ich’s aufs Cover der Mittelbayerischen Zeitung.

Okay, es war ein Teaser, aber der verwies auf einen recht ausführlichen und schönen Artikel zu meinem Roman PULVER und zur Lesung daraus in der Buchhandlung Dombrowsky.

Vielen Dank an die Buchhandlung für die Einladung und den schönen Abend und an Marianne Sperb für das Gespräch vorab und für den Artikel!
Zeitreise in Gewehrmontagehallen
Meine Lesung am 16. Oktober in Oberndorf am Neckar fand an einem besonderen Ort statt: im Schwedenbau, einem ehem. Fabrikgebäude der Mauserwerke.
Dort, wo früher Handfeuerwaffen montiert wurden, versuchte ich vor einer hundertköpfigen Zuhörerschaft zu zeigen, zu welch fatalen Folgen eine ungebremste Aufrüstung und Militarisierung führen kann.
Aktuell erlebt Heckler & Koch in Oberndorf einen gewaltigen Auftragszuwachs, der Waffenhersteller stockt seine Produktion auf und erweitert die Angebotspalette.






Vielen Dank an die Stadtbibliothek und das Waffenmuseum Oberndorf für die Einladung und die Organisation der Lesung und an Bodo Schnekenburger für den Vorbericht und die Lesungsbesprechung! Und Danke an Karin Friedrich für die Fotos von der Lesung.

Von Mauser zu Musk
Heute erschien ein schöner Artikel zu PULVER im Schwarzwälder Boten. Vielen Dank an Bodo Schnekenburger!
Am kommenden Freitag, 16.10., lese ich um 19:30 in der Stadtbücherei Oberndorf am Neckar aus meinem Roman.

PULVER on Tour – Villen, Wandlungen, Begegnungen
In den letzten Wochen stellte ich meinen Roman PULVER an ganz verschiedenen Orten vor, es kam zu vielen interessanten Gesprächen und Begegnungen.
Etwas ganz Besonderes war für mich die Wandellung in der Villa Merkel in Esslingen am letzten Sonntag. Denn im Bahnwärterhaus nebenan war ich 2016/17 Literaturstipendiat, auf dem Gelände „Am Pulverwasen“ befand sich eine Pulvermühle und später eine Garnfabrik, in der eine Szene meines Romans spielt. Zudem wurde die Villa Merkel von Otto Tafel erbaut, der auch die Pulverfabrikantenvilla in Rottweil entwarf/umbaute. Toll auch, dass die Lesung innerhalb der beeindruckenden Ausstellung von Julia Steiner stattfinden konnte. Dank an die Villa Merkel und insbesondere an Johanna Knoop für die Organisation und an Felix Reinhuber für die Fotos!



Tags zuvor las ich im Kulturbahnhof Donaueschingen. Ein schöner und sehr sympathischer Kulturort, der nun seit fünf Jahren besteht und nicht nur Konzerte und Filme präsentiert, sondern auch Literatur – mit Blick direkt raus auf die Gleise. So sah’s dort beim Aufbau für die Lesung aus.

In Horb fand am Vortag die „Lange Nacht der Demokratie“ statt – eine schöne und in diesen Zeiten wichtige Initiative. Ich las im Antiquariat Hackenberg, einem netten, intimen Ort, dazu sang Martin vom Ende Lieder der Demokratie und des Widerstands, von 1848 bis heute.

Wiederum einen Tag früher versuchte ich mich mal im Digieren meines Romans – in der tollen Nürnberger Buchhandlung Jakob. Viele kluge Fragen stellte mir dort Nox Gotteswinter. Vielen Dank für die Fotos an Josua Besmens.



Ende September fand in der Turmstraße in Berlin die von der VHS Mitte organisierte Reihe „Friedensgespräche“ statt. Ich las dort gemeinsam mit der Lyrikerin Widad Nabi, es moderierte Gouri Sharma.

Eine in verschiedener Hinsicht interessante Veranstaltung war die Lesung auf dem Gelände der ehemaligen Pulverfabrik Geesthacht bei Hamburg – dort spielt das dritte Kapitel meines Romans. Diese während des Kaiserreichs schon riesige Fabrik wuchs im Zweiten Weltkrieg noch weiter, im Zweiten Weltkrieg arbeiteten fast vierzigtausend Menschen in Geesthacht in der Munitionsproduktion. Die Lesung fand im ehem. Verwalterhaus der Pulverfabrik statt, davor gab es Führungen durch die ehem. Produktionsareale, auf denen noch Überreste der Pulverbetriebe zu finden sind.



Den Anfang der Herbsttour mit PULVER bildete eine Lesung beim Kölner Bücherfest. Ich danke Michael Schikowski für die schöne Moderation.

In den nächsten Wochen geht es weiter mit Lesungen in Oberndorf am Neckar, Singen, Regensburg, Landshut, Berlin-Spandau, Pfaffenhofen, Tübingen und Überlingen.
SCHWELLEN : STÜCKE
Der lyrisch-fotografische Zyklus SCHWELLEN : STÜCKE von Ursula Seeger und mir erschien im September in der Anthologie AKTE aus der Reihe POING des vauvau-Verlags. Er wurde durch gemeinsame Besuche der Friedhöfe an der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg angeregt.

Diese Friedhöfe sind auf vielfache Weise Orte des Übergangs und der letzten Akte sind. Insbesondere die Grabmäler reicher Familien aus der Kaiserzeit erinnern oft an Theaterbühnen, die den sozialen Status aber auch Trauer und Vergänglichkeit in Szene setzen.

Während der Teilung Berlins verwilderten und verfielen die Friedhöfe, da viele Familien ihre Gräber nicht pflegen konnten. Doch entstanden vielfältige Naturräume, in denen sich zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ansiedelten.

Auf diesen Friedhöfen hielten Ursula Seeger und ich Notizen fest, schrieben Verse und machten Fotos. Diese Materialien arrangierten wir zu einem 12-seitigen Text-Bild-Gewebe, das einen Gang über ein Friedhofsareal inszeniert, wobei immer wieder unerwartete Eindrücke, Bezüge und Zusammenhänge auftreten: zwischen Natur und Kultur, Text und Bild, Zeit und Raum, Leben und Tod.

POING IN WORT UND BILD | AKTE – vauvau-Verlag – Berlin – ISBN: 978-3946303152
Lesetour PULVER Herbst ’26
In den kommenden Wochen stehen 15 Lesungen aus meinem Roman PULVER in verschiedenen Ecken Deutschlands an. Würde mich sehr freuen, da und dort bekannte Gesichter zu sehen!

Buchkritik PULVER auf Deutschlandradio Kultur
Am 21.7.2026 wurde eine schöne Buchkritik meines Romans PULVER auf Deutschlandradio Kultur gesendet.
Darin hieß es im Vorspann: „Johann Reißer hat den Roman zum Rüstungsboom geschrieben. Im Mittelpunkt steht
ein gleichermaßen innovativer wie skrupelloser Unternehmer, der im Neckartal ein Pulverimperium aufbaut. Es ist ein historischer Roman, der mit seinen zeitlosen Fragen über die Herstellung von Waffen in die Gegenwart zielt.“
Weiter wird ausgeführt: „Lange Zeit war die Rüstungsindustrie hierzulande der meistgeächtete Sektor im Wirtschaftsleben. Insbesondere durch die Kriegspolitik Russlands hat sich das in den letzten Jahren geändert. „Kriegstüchtigkeit“ steht wieder hoch im Kurs. Rüstung boomt, Rheinmetall ist die neue Volksaktie. Da kommt ein Roman zum Thema gerade recht. „Pulver“ schildert mit vielen realen Bezügen die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie …“
Der Schluss der Besprechung: „Es gibt einen Epilog, der im Jahr 2020 spielt. Zwei junge Frauen, eine davon die Ur-Urenkelin des Fabrikanten, besuchen das Neckartal, das nun Party-Location und Industriemuseum zugleich ist. Aber es werden auch wieder Rüstungsgüter produziert. Heckler & Koch betreibt eine Maschinengewehrfabrik, Junghans stellt Zünder für Panzermunition her, Rheinmetall baut Schiffskanonen. So zielt dieser historische Roman am Ende direkt auf die Gegenwart.
Johann Reißer hat nicht nur ein starkes, relevantes Thema gewählt, er macht auch literarisch eine Menge daraus.“
Die komplette Buchkritik kann hier nachgehört werden: https://www.deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-pulver-von-johann-reisser-100.html

Waldwunderkammern, Wurzelunterwanderungen
Letzte Woche war ich einige Tage zum Recherchieren und Schreiben für ein neues Prosaprojekt im Bayerischen Wald unterwegs.








Gespräch auf hr2 und Lesung Romanfabrik Frankfurt
Am 9. Juni 2026 gestaltete ich in der Romanfabrik in Frankfurt am Main einen Abend gemeinsam mit dem Trio Echo. Ich las Passagen aus meinem Roman PULVER im Wechsel zu Stücken von Silvia Borzelli, Maja Ratkje u. a. – ein spannendes Zusammenspiel, das den Musikern und mir viel Freude gemacht hat.

Zuvor sprach ich im Hessischen Rundfunk mit Nicole Abraham über meinen Roman.
Der hr2 urteilt: „Ein historischer Roman, wie er aktueller kaum sein könnte“
Der Podcast ist nachzuhören unter https://www.hr2.de/podcasts/max-duttenhofer-war-eine-wirklich-sehr-schillernde-figur,audio-118830.html














