Letzte Event-Updates

PULVER on Tour – Villen, Wandlungen, Begegnungen

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In den letzten Wochen stellte ich meinen Roman PULVER an ganz verschiedenen Orten vor, es kam zu vielen interessanten Gesprächen und Begegnungen.

Etwas ganz Besonderes war für mich die Wandellung in der Villa Merkel in Esslingen am letzten Sonntag. Denn im Bahnwärterhaus nebenan war ich 2016/17 Literaturstipendiat, auf dem Gelände „Am Pulverwasen“ befand sich eine Pulvermühle und später eine Garnfabrik, in der eine Szene meines Romans spielt. Zudem wurde die Villa Merkel von Otto Tafel erbaut, der auch die Pulverfabrikantenvilla in Rottweil entwarf/umbaute. Toll auch, dass die Lesung innerhalb der beeindruckenden Ausstellung von Julia Steiner stattfinden konnte. Dank an die Villa Merkel und insbesondere an Johanna Knoop für die Organisation und an Felix Reinhuber für die Fotos!

Tags zuvor las ich im Kulturbahnhof Donaueschingen. Ein schöner und sehr sympathischer Kulturort, der nun seit fünf Jahren besteht und nicht nur Konzerte und Filme präsentiert, sondern auch Literatur – mit Blick direkt raus auf die Gleise. So sah’s dort beim Aufbau für die Lesung aus.

In Horb fand am Vortag die „Lange Nacht der Demokratie“ statt – eine schöne und in diesen Zeiten wichtige Initiative. Ich las im Antiquariat Hackenberg, einem netten, intimen Ort, dazu sang Martin vom Ende Lieder der Demokratie und des Widerstands, von 1848 bis heute.

Wiederum einen Tag früher versuchte ich mich mal im Digieren meines Romans – in der tollen Nürnberger Buchhandlung Jakob. Viele kluge Fragen stellte mir dort Nox Gotteswinter. Vielen Dank für die Fotos an Josua Besmens.

Ende September fand in der Turmstraße in Berlin die von der VHS Mitte organisierte Reihe „Friedensgespräche“ statt. Ich las dort gemeinsam mit der Lyrikerin Widad Nabi, es moderierte Gouri Sharma.

Eine in verschiedener Hinsicht interessante Veranstaltung war die Lesung auf dem Gelände der ehemaligen Pulverfabrik Geesthacht bei Hamburg – dort spielt das dritte Kapitel meines Romans. Diese während des Kaiserreichs schon riesige Fabrik wuchs im Zweiten Weltkrieg noch weiter, im Zweiten Weltkrieg arbeiteten fast vierzigtausend Menschen in Geesthacht in der Munitionsproduktion. Die Lesung fand im ehem. Verwalterhaus der Pulverfabrik statt, davor gab es Führungen durch die ehem. Produktionsareale, auf denen noch Überreste der Pulverbetriebe zu finden sind.

Den Anfang der Herbsttour mit PULVER bildete eine Lesung beim Kölner Bücherfest. Ich danke Michael Schikowski für die schöne Moderation.

In den nächsten Wochen geht es weiter mit Lesungen in Oberndorf am Neckar, Singen, Regensburg, Landshut, Berlin-Spandau, Pfaffenhofen, Tübingen und Überlingen.

SCHWELLEN : STÜCKE

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Der lyrisch-fotografische Zyklus SCHWELLEN : STÜCKE von Ursula Seeger und mir erschien im September in der Anthologie AKTE aus der Reihe POING des vauvau-Verlags. Er wurde durch gemeinsame Besuche der Friedhöfe an der Bergmannstraße in Berlin-Kreuzberg angeregt.

Diese Friedhöfe sind auf vielfache Weise Orte des Übergangs und der letzten Akte sind. Insbesondere die Grabmäler reicher Familien aus der Kaiserzeit erinnern oft an Theaterbühnen, die den sozialen Status aber auch Trauer und Vergänglichkeit in Szene setzen.

Während der Teilung Berlins verwilderten und verfielen die Friedhöfe, da viele Familien ihre Gräber nicht pflegen konnten. Doch entstanden vielfältige Naturräume, in denen sich zahlreiche Tier- und Pflanzenarten ansiedelten.

Auf diesen Friedhöfen hielten Ursula Seeger und ich Notizen fest, schrieben Verse und machten Fotos. Diese Materialien arrangierten wir zu einem 12-seitigen Text-Bild-Gewebe, das einen Gang über ein Friedhofsareal inszeniert, wobei immer wieder unerwartete Eindrücke, Bezüge und Zusammenhänge auftreten: zwischen Natur und Kultur, Text und Bild, Zeit und Raum, Leben und Tod.

POING IN WORT UND BILD | AKTE – vauvau-Verlag – Berlin – ISBN: ‎ 978-3946303152

Lesetour PULVER Herbst ’26

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In den kommenden Wochen stehen 15 Lesungen aus meinem Roman PULVER in verschiedenen Ecken Deutschlands an. Würde mich sehr freuen, da und dort bekannte Gesichter zu sehen!

Buchkritik PULVER auf Deutschlandradio Kultur

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Am 21.7.2026 wurde eine schöne Buchkritik meines Romans PULVER auf Deutschlandradio Kultur gesendet.

Darin hieß es im Vorspann: „Johann Reißer hat den Roman zum Rüstungsboom geschrieben. Im Mittelpunkt steht
ein gleichermaßen innovativer wie skrupelloser Unternehmer, der im Neckartal ein Pulverimperium aufbaut. Es ist ein historischer Roman, der mit seinen zeitlosen Fragen über die Herstellung von Waffen in die Gegenwart zielt.“

Weiter wird ausgeführt: „Lange Zeit war die Rüstungsindustrie hierzulande der meistgeächtete Sektor im Wirtschaftsleben. Insbesondere durch die Kriegspolitik Russlands hat sich das in den letzten Jahren geändert. „Kriegstüchtigkeit“ steht wieder hoch im Kurs. Rüstung boomt, Rheinmetall ist die neue Volksaktie. Da kommt ein Roman zum Thema gerade recht. „Pulver“ schildert mit vielen realen Bezügen die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie …“

Der Schluss der Besprechung: „Es gibt einen Epilog, der im Jahr 2020 spielt. Zwei junge Frauen, eine davon die Ur-Urenkelin des Fabrikanten, besuchen das Neckartal, das nun Party-Location und Industriemuseum zugleich ist. Aber es werden auch wieder Rüstungsgüter produziert. Heckler & Koch betreibt eine Maschinengewehrfabrik, Junghans stellt Zünder für Panzermunition her, Rheinmetall baut Schiffskanonen. So zielt dieser historische Roman am Ende direkt auf die Gegenwart.
Johann Reißer hat nicht nur ein starkes, relevantes Thema gewählt, er macht auch literarisch eine Menge daraus.“

Die komplette Buchkritik kann hier nachgehört werden: https://www.deutschlandfunkkultur.de/buchkritik-pulver-von-johann-reisser-100.html

Waldwunderkammern, Wurzelunterwanderungen

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Letzte Woche war ich einige Tage zum Recherchieren und Schreiben für ein neues Prosaprojekt im Bayerischen Wald unterwegs.

Gespräch auf hr2 und Lesung Romanfabrik Frankfurt

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Am 9. Juni 2026 gestaltete ich in der Romanfabrik in Frankfurt am Main einen Abend gemeinsam mit dem Trio Echo. Ich las Passagen aus meinem Roman PULVER im Wechsel zu Stücken von Silvia Borzelli, Maja Ratkje u. a. – ein spannendes Zusammenspiel, das den Musikern und mir viel Freude gemacht hat.

Zuvor sprach ich im Hessischen Rundfunk mit Nicole Abraham über meinen Roman.
Der hr2 urteilt: „Ein historischer Roman, wie er aktueller kaum sein könnte“
Der Podcast ist nachzuhören unter https://www.hr2.de/podcasts/max-duttenhofer-war-eine-wirklich-sehr-schillernde-figur,audio-118830.html

Podcast „Orte und Worte“ auf RBB zu PULVER

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Vor kurzem wurde der RBB-Podcast „Orte und Worte“ online gestellt, in dem ich mit Stephan Ozsváth auf der Insel Eiswerder über meinen Roman PULVER sprach.
Ozsváth kommt zum Urteil: „›Pulver‹ ist Wimmelbild, Sozialkritik, Industriegeschichte … Ein sehr gelungenes Debüt. … Und hochaktuell ist das Thema natürlich auch.“
Das 50-minütige Feature ist zu finden in der ARD Sounds Audiothek, in Podcast-Apps sowie unter:
https://www.rbb-online.de/podcasts/orte-und-worte/episoden/orte-worte-ep154.html

Am 23.5. wurde der Beitrag auf Radio 3 gesendet, am 24.5. zwei Mal auf RBB24Inforadio

taz-Besprechung PULVER

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Am 16.5.2026 erschien eine schöne Besprechung von meines Romans PULVER von Julia Hubernagel in der taz. Sie schreibt:

„Johann Reißer nimmt in „Pulver“ auf mitreißende Weise die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie in den Blick.

… „Pulver“ ist ein Roman über den Aufstieg der deutschen Rüstungsindustrie ebenso wie über Narrative. … Stark ist er dort, wo er Kontinuitäten aufzeigt, etwa wenn man erfährt, dass in jenem Tal im Schwarzwald heute Heckler & Koch Maschinengewehre und Rheinmetall Schiffskanonen produzieren; oder dass die Anfänge der deutschen Autoindustrie ebenfalls dort liegen. …

… Zu den stärksten Passagen in „Pulver“ zählen die Abschnitte während des Ersten Weltkriegs, die sich dem Joch der Fabrikarbeit widmen. … Die Arbeiterin Rosa findet nach dem Krieg zwar Arbeit in einer Uhrenfabrik. Doch dass die Montagen von Zeigern und Zündern sich im Grunde nicht sehr voneinander unterscheiden, wird schon der nächste Weltkrieg offenbaren.

… „Um sich bewusst zu werden, in welcher Welt wir heute leben“, sagt der Enkelsohn von Rosa, der Fabrikarbeiterin, gegen Ende des Romans, müsse man sich klarmachen, dass alle unsere Handys, Computer und Haushaltsgeräte, aber auch alle unsere Fahrzeuge und Gebäude und die ganze Infrastruktur potenzielles Militärgerät seien. „Zugleich Waffe und Angriffsziel.“ Es sind die gleichen Fragen, die Reißer seine Figuren schon knapp hundert Jahre zuvor stellen lässt: ob es das Schicksal unserer Zeit sei, dass alles zur Maschine werde.“

Hier der gesamte Artikel: https://taz.de/Roman-von-Johann-Reisser/!6175658/

Explosionsartige Veränderungen der Gesellschaft – PULVER in den Salzburger Nachrichten

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In den „Salzburger Nachrichten“ ist eine schöne Besprechung meines Romans „PULVER“ erschienen, die zu dem Urteil kommt: „Mit seinem Romandebüt landet Johann Reißer einen Coup.„

Weiter heißt es: „Johann Reißer gelingt es, die explosionsartigen Veränderungen in der damaligen Gesellschaft in Sprache zu fassen.“

„Wer dieses Buch liest, wird den beißenden Geruch des Pulvers lange nicht aus seiner Nase und noch weniger aus seinem Kopf bekommen. Denn: Stärkt jemand, der Aktien eines westlichen Kampfdrohnen-Herstellers kauft, die Verteidigungsfähigkeit der Demokratie, oder ist er bloß schnöder Profiteur? Dazu liefert der beeindruckend kenntnisreiche Roman von Johann Reißer eine gute Diskussionsgrundlage.“

Hier der gesamte Artikel: