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Buchpremiere PULVER in Rottweil

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Die Neue Rottweiler Zeitung kündigt die Buchpremiere meines Romans PULVER am Freitag, 6. März, in Rotweil an:

https://www.nrwz.de/rottweil/johann-reisser-feiert-in-rottweil-buchpremiere-mit-duttenhofer-roman-547055.html

Sie schreibt:

Johann Reißer feiert in Rottweil Buchpremiere

mit Duttenhofer-Roman

Auf Einladung des Kulturamts kehrt der Rottweiler Stadtschreiber aus dem Jahr 2014 an den Ort seines Wirkens zurück. Im Badhaus Rottweil stellt Johann Reißer am 6. März um 20 Uhr sein Romandebüt „Pulver“ vor, das eng mit der Lebensgeschichte Max Duttenhofers verwoben ist.

Bei seinem Aufenthalt im Rahmen des Rottweiler Stadtschreiberstipendiums stolperte der Autor Johann Reißer vor über zehn Jahren über den Rottweiler Unternehmer Max Duttenhofer. Er war fasziniert von dieser schillernden Figur, begann zu recherchieren und zu schreiben und kommt nun mit Erscheinen des Romans zu einer Lesung dorthin zurück, wo alles begann: ins ehemalige Industriegebiet im Neckartal, das in seiner heutigen Form im Wesentlichen von Duttenhofer geprägt wurde.

Im Badhaus stellt er einen Tag nach Erscheinen seinen Roman „Pulver“ vor.
In seinem mitreißenden Familien- und Epochenroman beleuchtet Reißer die kaum bekannten Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie, von dem großen Geschäft mit Krieg und Tod, aber auch von den Hoffnungen, Begierden und Abgründen dahinter. Er erzählt vom frechen Max, der sich statt in der elterlichen Apotheke lieber beim alten Pulvermüller rumtreibt. Dass dieser ehrgeizige Junge die Pulvermühle übernehmen und binnen kurzem einen international agierenden Konzern aufbauen wird, ahnt da noch keiner. Sein raucharmes Schießpulver ist ein Quantensprung für die Kriegsführung und macht ihn zu einem der mächtigsten Männer des Kaiserreichs, der Deals mit Bismarck und Krupp einfädelt und sein Pulver bis nach Japan verkauft. Doch nicht allen gefällt, wie Industrialisierung und Nationalismus die Gesellschaft verändern. Die Aufrüstungsspirale entlädt sich im Ersten Weltkrieg, den seine uneheliche Enkelin Rosa als Arbeiterin in der Pulverfabrik erlebt. Einschneidende Erlebnisse machen sie zur Kämpferin gegen den Militarismus.

Der Roman spannt einen Bogen zwischen dem 19. und dem 21. Jahrhundert und streift dabei Schauplätze wie Rottweil, Stuttgart, Hamburg und Berlin. Fesselnd bis zur letzten Seite spürt er dem Beschleunigungs- und Expansionsdrang der Moderne und dessen Umschlagen in Zerstörung und Gewalt nach und zeigt das Auseinanderdriften der Gesellschaft, wachsende soziale Spannungen und politische Radikalisierung.

Johann Reißer, geboren 1979 in Regensburg, promovierte zu Archäologie und Sampling in der Lyrik. Stipendien brachten ihn außer nach Rottweil auch nach Esslingen, Pfaffenhofen, Regensburg und Wewelsfleth. Für das Manuskript zu seinem Romandebüt »Pulver« erhielt er das Berliner Senatsstipendium. Reißer unterrichtet Philosophie und Kreatives Schreiben und lebt in Berlin.

INFO: Die Autorenlesung mit Johann Reißer beginnt am Freitag, 6. März um 20 Uhr im Badhaus Rottweil, Neckartal 167. Der Eintritt beträgt 5 Euro. Reservierungen sind möglich beim Kulturamt Rottweil, Tel. 0741 494 219, kultur@rottweil.de.
Der Roman „Pulver“ ist ab 5. März zum Preis von 26 € im Buchhandel erhältlich. Es wird bei der Lesung auch einen Büchertisch geben und der Autor signiert gerne.

Bereits am 11. Januar war in der Neuen Rottweiler Zeitung ein ausführlicherer Artikel von Andreas Linsenmann zu meinem in Bälde erscheinenden Roman veröffentlicht worden:

https://www.nrwz.de/kultur/rottweils-weltkonzern-als-explosives-romanthema-544773.html

Rottweils Weltkonzern als explosives Romanthema

Das noch neue Jahr bringt für das Rottweiler Kulturleben etwas wirklich Neues: Erstmals ist aus dem Stadtschreiber-Stipendium ein ganzes Buch mit engem Rottweil-Bezug hervorgegangen. Johann Reißer, der Preisträger des Jahres 2014, hat einen Epochen- und Familienroman zur Pulverfabrik im Neckartal verfasst. Wie die NRWZ erfuhr, erscheint er Anfang März.

Rottweils explosive Vergangenheit hatte Johann Reißer schon während seines – spontan noch verlängerten – Aufenthalts in Rottweil gepackt. In seiner Abschiedsrede hatte der promovierte Philosoph den idyllischen Anblick von im Herbstlicht tanzenden Mücken im heutigen Industriepark Neckartal mit einer tieferen Zeitschicht verknüpft: Er verwies darauf, dass dort, wo heute Kunst und Party gemacht wird, über die Hälfte der deutschen Infanteriemunition für den Ersten Weltkrieg hergestellt wurde – und bei einem Unglück mit turmhohen Feuersäulen etliche Menschen starben.

Es war ein Kunstgriff mit Sprengkraft. Und einer, der scharf vor Augen führte, wie weitgehend dieser schwierige Teil der Stadthistorie oft ausgeblendeten bleibt. Mit diskretem Beschweigen wollte Reißer es allerdings nicht bewenden lassen. Daher zimmerte er aus dem Thema mit großer Beharrlichkeit einen Roman mit dem prägnanten Titel „Pulver“.

Dieser beleuchtet in zwölf Kapiteln episodenartig die Zeitspanne von 1858 bis 1933 – mit einem abschließenden Sprung zur Fasnet im Jahr 2020. Im Zentrum steht der Unternehmer Max Duttenhofer, der die Pulverfabrik ab den 1880er Jahren als „Krupp von Süddeutschland“ zu einem phänomenalen Aufschwung führte.

Reißer erzählt die Geschichte dieses Aufstiegs aus verschiedenen Sichtweisen. Zu Wort kommen neben der Zentralfigur, dem „Pulverkönig“ Duttenhofer auch zahlreiche andere Figuren, die ihre jeweilige Wahrnehmung schildern so etwa ein Handwerker, der Bruder, ein Künstler, der Sohn und eine Arbeiterin.

Durch die Verknüpfung gegensätzlicher Blickrichtungen will Reißer Schlaglichter auf Entwicklungen und Umbrüche werfen, ohne die Duttenhofers Weg nicht möglich gewesen wäre: Allem voran eine Militarisierung der Gesellschaft und ein hochkochender Patriotismus. Aber auch die Umprägung einer ganzen Landschaft im Zuge des Industrieausbaus greift Reißer auf. Und die Entwurzelung der ländlichen Bevölkerung, die sich in einem tiefen Umbruch hin zur Industriezeit befand.

Um dies glaubwürdig meistern zu können hat Reißer tüchtig recherchiert und im Stadtarchiv jede Menge Dokumente gewälzt. „Auch Material aus dem Nachlass der Familie Duttenhofer konnte ich auswerten“, erzählt Reißer im Gespräch mit der NRWZ.

Bei allem zeitlichen Abstand des Themas, das allein mit seinem historischen Kolorit nicht nur für Rottweil-Fans reizvoll sein dürfte, sieht Johann Reißer Parallelen auch zur Gegenwart: „Damals wurde die Rüstungsindustrie schnell groß – und heute ist sie wieder im Höhenflug“, vergleicht Reißer.

„Damals hat Duttenhofer, beginnend mit zehn Arbeitern, von Rottweil aus binnen weniger Jahre einen Weltkonzern hochgezogen, der Geschäfte mit Japan, China und Russland gemacht hat“, legt er als zweiten Beobachtungspunkt dazu, der ihn an den Blitz-Aufstieg von Start-ups in der Software- und KI-Branche erinnert.

Und nicht zuletzt: Max Duttenhofer war „ein cleverer Macher-Typ“, wie Reißer hervorhebt. Sein Tatendrang, der ihn zuletzt ins Automobil- und Kolonialgeschäft trieb, lässt den Autor an Figuren wie den Tausendsassa Elon Musk denken, die ein Ideen-Feuerwerk nach dem anderen entzünden.

Auch Rottweil spielt in dem Roman eine wichtige Rolle – nicht zuletzt als traditionsverbundene Kontrast-Welt zum Duttenhofer-Imperium, dessen kometenhafter Aufstieg damals in der Region viel Hoffnung und Aufbruchsgeist entfachte – ehe die Dynamik in zerstörerische Gewalt umschlug.

Man merkt Johann Reißer immer noch eine Menge Begeisterung an, wenn er vom Thema spricht. Die Duttenhofer-Welt hat ihn wie auch Rottweil seit seiner Stadtschreiber-Zeit nicht mehr losgelassen. Er fühlt sich verbunden und pflegt trotz des entfernten Lebensmittelpunkts Berlin Freundschaften. Auch bei der Fasnet ist er, sofern terminlich machbar, im Städtle.

Sein bald erscheinender Roman wird ihn nun wohl wieder öfter herführen. Eine erste Lesung ist jedenfalls schon terminiert: einen Tag nach Erscheinen des Buchs, am 6. März, 20 Uhr, liest er aus „Pulver“ – passenderweise im „Badhaus“ im Neckartal.

Info: „Pulver“ erscheint in der Frankfurter Verlagsanstalt (480 Seiten, 978-3-627-00347-0) und kostet 26 Euro.

Performance Sägewerk Rosenheim Vorbereitungen

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Im Rahmen des EU-Projekts DECORATOR zu zirkulärer Transformation in Architektur und Bau der Donauregion arbeite ich seit Oktober letzten Jahres an einer Performance, die sich mit dem Studentischen Sägewerk an der Hochschule Rosenheim auseinandersetzt. Diese wird am Do 5. Februar 2026, 19:00 Uhr ebendort gezeigt.

Im Rahmen eines Workshops am 27. November 2025 zeigte ich schon mal eine erste kleine Improvisation mit Holz, Texten und Loopstation:

Vor Kurzem beantwortete ich einige Fragen zu dem Projekt, die nun auf der Seite des bayerischen Projektträgers veröffentlicht wurden:

https://www.bayern-innovativ.de/emagazin/kreativwirtschaft/detail/portrait-johann-reisser/

Portrait: Johann Reißer

20.01.2026

#bayernkreativPORTRAIT: Wie lassen sich Materialien, Raum und Geschichte in einer künstlerischen Performance verbinden? Für Johann Reißer ist Kunst der Schlüssel, um über nachhaltiges Bauen, zirkuläre Nutzung von Ressourcen und neue Perspektiven auf Architektur nachzudenken. Von der Berliner Theaterbühne bis zu alten Waffenfabriken in Schwaben, von lyrisch-grafischen Projekten bis zu performativen Auseinandersetzungen mit Sägewerken: In der DECORATOR-Residenz erforscht Johann, wie Text, Klang und Raum zu einer vielschichtigen, sinnlich erfahrbaren Geschichte verschmelzen und wie Kunst dabei neue Wege für die Zukunft des Bauens aufzeigen kann.

Kannst du uns etwas über deinen künstlerischen Werdegang erzählen und wie du zu deiner heutigen Praxis gefunden hast?

Ich habe mich schon immer für ganz verschiedene Denk- und Ausdrucksformen und deren Verbindung interessiert. Während meines Studiums der Literaturwissenschaft und Philosophie habe ich mich mit Ansätzen der Avantgarden wie auch mit älteren Ästhetiken auseinandergesetzt und zugleich erste eigene Gehversuche auf dem Feld der Literatur und des Theaters unternommen. In den künstlerischen Projekten, die folgten, fanden Text, Bild, Klang und Raum in unterschiedlichen Mustern zusammen – auf der Bühne, in Büchern oder bei Ausstellungen. 

Welche Stationen oder Erfahrungen waren für deine künstlerische Entwicklung besonders prägend?

Bei mir haben sich neue Ansätze oft aus der Kooperation mit anderen Künstlerinnen und Künstlern ergeben. Man lernt da viel voneinander, aber auch beim Versuch, gemeinsam zu einem stimmigen Ergebnis zu kommen. Manchmal geben aber auch ungeplante Begegnungen neue Impulse. Als ich Stadtschreiber in Rottweil war, wollte ich an einem Roman über das ländliche Bayern und Landwirtschaft schreiben, stieß dort aber auf eine alte Waffenfabrik, deren Geschichte mich so faszinierte, dass ich meine anderen Pläne aufgab und an einem Roman über die Entwicklung der Rüstungsindustrie zu arbeiten begann, der nun im März erscheinen wird.

Gibt es Einflüsse, die deine Arbeit entscheidend geprägt haben?

Für die Arbeit auf der Bühne war die Berliner Theater- und Performanceszene prägend für mich, insbesondere René Pollesch mit seinen unglaublich klugen, politisch reflektierten und zugleich leichtfüßig-gewitzten Theater. Hinsichtlich des Umgangs mit heterogenen Materialien, deren Geschichte und ihre (multi)mediale Verarbeitung habe ich viel von den Autorinnen und Autoren gelernt, über die ich meine Doktorarbeit geschrieben habe: Rolf Dieter Brinkmann, Thomas Kling und Barbara Köhler.

Was hat dich dazu bewogen, dich für das Residenzprogramm zu bewerben, und welche Ziele hast du dir für deinen Aufenthalt gesetzt?

2019 bis 2024 arbeitete ich mit Ursula Seeger an dem lyrisch-grafischen Projekt „geHÄUSe – Zwölf Schleifen zwischen Zellen und Clouds“, das sich mit der baulichen Entwicklung Berlins beschäftigt sowie mit Beziehungen zwischen menschlichen und nichtmenschlichen Architekturen. Fragen der Nachhaltigkeit und der Zukunftsfähigkeit spielten hier eine wichtige Rolle. Ich finde es toll, beim DECORATOR-Projekt die Möglichkeit zu haben, viele der Fragen, die mich da beschäftigten, an einem anderen Ort weiterzuverfolgen und mich dabei performativ mit einem Raum auseinanderzusetzen.

Wie integrierst du in deiner Residenz kreative Ansätze, um zirkuläres Bauen und die Wiederverwendung von Materialien erlebbar zu machen? Kannst du ein konkretes Beispiel aus deiner Arbeit nennen?

In meiner Performance werde ich das Sägewerk mit seiner Baustruktur, seinen Materialien sowie den Menschen und Maschinen, die darin agierten und agieren, durchleuchten.  Unter anderem werde ich mit einer Loop Station arbeiten und so Holz- und Werkzeugklänge mit Texten verweben. So soll eine materielle und zeitliche Polyfonie entstehen, das Potentiale auslotet. In „geHÄUSe“ beleuchte ich auf ähnliche Weise etwa das Berghain, ein ausgedientes Kraftwerkgebäude, das sich in einen Club und Kulturort mit internationaler Strahlkraft verwandelte.

Welche Herausforderungen und Chancen siehst du in der Zusammenarbeit mit Industriepartnern (z. B. Sägewerken) und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern im Rahmen von DECORATOR?

Ich finde es immer gut, wenn sich Menschen aus unterschiedlichen Feldern offen begegnen und intensiv austauschen. Das holt einen aus der eigenen Blase heraus und regt neue Ideen an. Der Austausch mit Architektinnen und Architekten und Holztechnikerinnen und Holztechnikern ist für mich sehr interessant. Ich finde es toll, an der Hochschule Rosenheim Expertinnen und Experten in Feldern zu treffen, mit denen ich normalerweise kaum Austausch habe, und deren Wissen nun in dieses Projekt einfließen kann.

Wie bewertest du die Rolle von Kunst und Design bei der Sensibilisierung für nachhaltiges Bauen sowohl für ein Fachpublikum als auch für die breite Öffentlichkeit?

Kunst und Design können hier viel leisten. Denn gute Geschichten und eindrückliche Bilder beeinflussen viele Menschen stärker als rationale Argumente. Darum ist es wichtig, dass sich Künstlerinnen und Künstler ernsthaft mit diesen Themen auseinandersetzen und Gegenentwürfe zu profitgesteuerten Positionen entwickeln. Um die Herausforderungen der Zukunft zu bewältigen, müssen wir von simplen Fortschrittserzählungen und engen Normalitätsvorstellungen wegkommen. Kunst kann hier neue Perspektiven erzeugen, Szenarien ausloten und Möglichkeitsfelder eröffnen, um uns und unsere Formen des Leben und Bauens neu zu denken und zu empfinden.

Die Performance wird am Donnerstag, 5. Februar 2026, im Studentischen Sägewerk der Hochschule Rosenheim ab 19:00 Uhr gezeigt. Ich werde hierbei von drei Holztechnikstudierenden aus der Holzerband musikalisch unterstützt. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.

10 Jahre vauvau-Verlag & Anthologie

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Am zurückliegenden Samstag feierte der vauvau-Verlag für interaktive Lyrik sein 10-jähriges Jubiläum in der Lettretage Berlin. Die Verleger Christian Vater und Thomas G. Voemel leiteten den sehr schönen Abend, bei dem viele Verlagsautor:innen da waren, so neben Ursula Seeger und mir etwa Julia Dorsch, Patricia Falkenburg, Lars-Arvid Brischke, Sina Nowikow und Holger Brülls.

Dabei wurde die zum Jubiläum erschienene Anthologie vorgestellt, in jede:r Autor:in ein eigenes Gedicht beisteuerte und auf ein Gedicht einer andere:n Autor:in reagierte. Bei mir war das „Königspassagen“, worauf Sina Nowikow mit „Königspinguin“ reagierte. Auf Ottmar Kienles „am quelltopf” antwortete ich mit“Brei und Abgrund“

Vielen Dank an die Verleger für dieses schöne Projekt, für die vielen tollen Bücher, die sie in den letzten zehn Jahren produziert haben – und auf das nächste erfolgreiche Jahrzehnt!

PULVER in der Verlagsvorschau

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Mein Roman PULVER wird nun schon in der Frühjahrsvorschau der Frankfurter Verlagsanstalt angekündigt. Am 5. März 2026 erscheint er – da ist nicht mehr lange hin.

Freu mich sehr über die schöne Ankündigung – vielen Dank ans Verlagsteam!

Gerade stehen noch letzte Überarbeitungen an, im Januar geht das Buch in den Druck.

Cover Pulver

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Mein Roman Pulver wird nun schon auf der Seite der Frankfurter Verlagsanstalt angekündigt – und es gibt ein Cover:

Der Ankündigungstext:

In seinem mitreißenden Familien- und Epochenroman erzählt Johann Reißer von den kaum beleuchteten Anfängen der deutschen Rüstungsindustrie, von dem großen Geschäft mit Krieg und Tod, aber auch von den Hoffnungen, Begierden und Abgründen dahinter.

Jeder in der beschaulichen Schwarzwaldstadt kennt den frechen Max mit dem wachen Blick, der sich, statt in der elterlichen Apotheke mitzuhelfen, beim alten Pulvermüller rumtreibt. Dass dieser ehrgeizige Junge die Pulvermühle übernehmen und sie innerhalb weniger Jahrzehnte zu einem international agierenden Konzern aufbauen wird, ahnt da noch keiner. Seine Erfindung des raucharmen Schießpulvers ist ein Quantensprung für die moderne Kriegsführung und macht ihn zu einem der mächtigsten Männer des Kaiserreichs, der Fabriken in ganz Deutschland und halb Europa baut, geschickte Deals mit Bismarck, Krupp und Nobel einfädelt und sein Pulver bis nach China und Japan verkauft. Als Profiteur der Aufrüstungsspirale, die sich im Ersten Weltkrieg entlädt, floriert sein Geschäft mit dem Tod. Doch nicht allen gefällt, wie Industrialisierung, Militarismus und Nationalismus die Gesellschaft verändern. So etwa Jakob, dem unehelichen Sohn des Pulverfabrikanten, der sozialistischen Widerstand gegen die Pulverfabrik organisiert. Seine Tochter Rosa wird zur wehrhaften Kriegsgegnerin, während sie unter katastrophalen Bedingungen in der Pulverfabrik Munition herstellen muss und ihr Verlobter im Ersten Weltkrieg kämpft. Und schließlich Rose, die drei Generationen später in der Pulverstadt mit alter Waffenbegeisterung und neurechter Gesinnung konfrontiert wird.

Johann Reißers vielstimmiger Debütroman begleitet die Entwicklung der modernen Kriegstechnologie und spannt einen erzählerischen Bogen zwischen dem ausgehenden 19. bis hin zum 21. Jahrhundert, dabei Schauplätze wie Rottweil, Stuttgart, Hamburg und Berlin streifend. Er spürt nicht nur dem Beschleunigungs- und Expansionsdrang der Moderne und dessen Umschlagen in Zerstörung und Gewalt nach, er zeigt auch das Auseinanderdriften der Gesellschaft, die wachsenden sozialen Spannungen und politische Radikalisierung.


Hardcover

ISBN 978-3-627-00347-0

26,00 €
Lieferbar ab 05.03.2026

https://www.fva.de/Buecher/Alle-Buecher/Pulver.html

geHÄUSe in der Villa Oppenheim und in der AGB

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Im Oktober 2025 werden Ursula und ich unseren lyrisch-grafischen Band „geHÄUSe – Zwölf Schleifen zwischen Zellen und Clouds“ an zwei schönen Orten in Berlin vorstellen:

Am Donnerstag, 23.10., präsentieren wir unser Buch in der Villa Oppenheim in Charlottenburg-Wilmersdorf (Schlossstr. 55, 14059 Berlin). Mehr dazu unter https://www.villa-oppenheim-berlin.de/veranstaltungen/lesunggespraechfilm

Und am Sonntag, 26.10., lesen und sprechen wir über unser Buch in der Amerika-Gedenk-Bibliothek in Kreuzberg (Blücherplatz 1, 10961 Berlin). Mehr hierzu unter https://www.zlb.de/veranstaltungsuebersicht/gehaeuse-buchvorstellung-mit-ursula-seeger-und-johann-reisser/

Der Eintritt für beide Veranstaltungen ist frei.

Roman „Pulver“ erscheint 2026

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Mein Roman „Pulver“ wird nächstes Jahr bei der Frankfurter Verlagsanstalt erscheinen, geplanter Veröffentlichungstermin: Frühjahr 2026. Worum es in dem Roman geht?

Eine beschauliche Schwarzwaldstadt, eine Schießpulvermühle, ungebremster Fortschrittsglaube. Wie explosiv diese Mischung sein kann, davon erzählt dieser Roman. Sein Protagonist ist ein so begabter wie durchtriebener Unternehmer, der einen Handwerksbetrieb in wenigen Jahrzehnten zu einem weltweit agierenden Rüstungskonzern macht und zu einem der reichsten und mächtigsten Männer Deutschlands aufsteigt. Doch nicht allen gefällt, wie Industrialisierung, Militarismus und Nationalismus die Gesellschaft verändern. Es entspinnen sich Gefechte, in denen alte Fastnachtsmasken und Aberglaube ebenso zu Kampfmitteln werden wie neue Technologien und Drogen. Das tatsächliche Zerstörungspotential moderner Waffen offenbart sich im Ersten Weltkrieg, den die zweite Hauptfigur des Romans, eine uneheliche Enkelin des Pulverfabrikanten, als Arbeiterin in dessen Fabrik erlebt. Einschneidende Erfahrungen und Verluste machen sie zur Kämpferin gegen Gewalt und Unmenschlichkeit.

„Pulver“ schildert die Anfänge der deutschen Rüstungsindustrie und nimmt dabei die Geschichte der Rottweiler Pulverfabrik zum Ausgangspunkt, auf die ich als Rottweiler Stadtschreiber stieß. An historische Verläufe angelehnt wird das Geschäft mit Krieg und Tod in einem vielschichtigen Geflecht von Erzählfäden reflektiert. Das letzte Kapitel springt ins Jahr 2020: eine Nachfahrin der Pulverfabrikantenfamilie wird während eines Fastnachtsbesuchs in der Pulverstadt mit Masken und Geistern der Vergangenheit konfrontiert, mit neurechten Gesinnungen und einer sich neu formierenden Rüstungsbranche.

„Pulver“ lässt im Brennglas einer Stadt eine Epoche lebendig werden, in der sich die Lebens- und Arbeitsverhältnisse wie auch die Wissens- und Glaubenssysteme massiv verändern. Der Roman spürt dem Beschleunigungs- und Expansionsdrang der Moderne nach und seinem Umschlagen in zerstörerische Gewalt. Dabei scheinen immer wieder Parallelen zwischen Vergangenheit und Gegenwart auf – so im Hinblick auf das Wechselspiel zwischen technisch-industriellen Revolutionen und gesellschaftlich-kulturellen Umbrüchen, dem raschen Aufstieg Einzelner und dem Auseinanderdriften der Gesellschaft, wachsenden sozialen Spannungen und politischer Radikalisierung.

geHÄUSe bei textOUR und bei Langer Nacht der Museen

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Am Dienstag, 2.9.2025, sind wir vom Ad Hoc-Kollektiv eingeladen zur Lesereihe „textOUR“  in der Lettrétage (Veteranenstr. 21, 10119 Berlin-Mitte) zu kollektiven Schreib- und Fürsorgepraktiken. Der Abend startet um 20:00 Uhr und steht unter dem Motto „Gespinste, Gespinste!“, es wird um kollaboratives Schreiben mit menschlichen und nichtmenschlichen Akteur*innen, „Ökopoetik“ und multimedialen Formaten gehen. Das ad hoc Kollektiv ist vertreten durch Hannah Schraven und Momo Bera.
Wir vier werden unsere Arbeiten lesen/zeigen und in Resonanz miteinander und mit dem von Lesung zu Lesung wachsenden Gedichtgewebe (siehe www.ourtextour.de). Den Abend moderiert das ad hoc Mitglied Julia Dorsch. Der Eintritt ist frei. 
Mehr zu dieser Veranstaltung unter: https://www.lettretage.de/programm/aktuelles-programm/?event_id1=24587

Am Samstag, 30.8.2025, präsentierten Ursula Seeger und ich im Rahmen der Langen Nacht der Museen im Museum für Naturkunde Berlin unseren geHÄUSE–Band im Rahmen einer multimedialen Lesung mit Gespräch mit unserem Verleger Christian Vater.

Literaturpodcast Buchempfehlung „geHÄUSe“

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Im Literaturpodcast „Berlins schönste Seiten“ des Literaturhauses Berlin und der Berliner Morgenpost empfiehlt Janika Gelinek (eine der Leiterinnen des Literaturhauses Berlin) „geHÄUSe – Zwölf Schleifen zwischen Zellen und Clouds“ von Ursula Seeger und mir:

zwischen/miete Düsseldorf

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Am Freitag, 11.7., stellten Ursula Seeger und ich unseren lyrisch-grafischen Band „geHÄUSe – Zwölf Schleifen zwischen Zellen und Clouds“ bei der Lesereihe „zwischen/miete NRW“ in Düsseldorf vor.

Die Lesung fand im Zusammenhang mit einem Seminar zu Poetologien des Wissens und den Zusammenhang zwischen Wissenschaft und Literatur an der Heinrich-Heine-Universität statt. Es war sehr schön, eine Lesung in diesem besonderen Setting vor einem so interessierten Publikum zu machen!

Vielen Dank für die wunderbare Organisation an das Literaturbüro NRW und an Philippe Roepstorff-Robiano, Danke für die schöne Moderation an Lara Perne!

Danke für die Lesungsfotos an Philippe Roepstorff-Robiano und an Leonie Ott!

An den darauffolgenden Tagen waren Ursula Seeger und ich noch auf der Museumsinsel Hombroich, auf der Raketenstatino Hombroich und beim Rundgang an der Kunstakademie Düsseldorf.