Klotzen

Gepostet am Aktualisiert am

Da liegt etwas. Liegt groß, liegt mächtig, schwer. Liegt quer, stört die Sicht, die Wege. Ist grob, unförmig, klotzt riesenhaft ins Bild.

Grau und fleckig, bewachsen und besprayt. Bollwerk gegen das Andere, Schwerbelastungskörper der Stadt, gerichtet gegen den Himmel, stummer Nachhall des totalen Kriegs (verkündet gleich um die Ecke), Klageklotz der totalen Unterwerfung (tausende Tonnen toter Masse auftürmend) verödete Schaltzentrale des Wahns (Millionen Kilometer weit in die Landmassen sich verästelnd), Ungetüm, an dem der der Zahn der Zeit kaum zu kratzen vermag. Wie der Klotz genau dort landete? Wo mit den Erklärungen beginnen? Wo mit den Erklärungen enden?

Und was nun tun? Wegsprengen funktionierte nicht, man hat es einige Male versucht. Wegschieben, wegschauen, wegfeiern? Zergliedern, zersetzen, zerreden? Oder noch konsequenter überbauen, übermalen, überwachsen, überwuchern, überwohnen, überleben?

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