Allgemein
kontaminiert werden
Ursula Seeger und ich freuen uns, dass wir einige Texte und Bildcollagen aus unserem Buchprojekt „Gehäuse“ in dem spannenden Magazin „kontaminiert werden“ veröffentlichen durften.
Am 7.12. haben wir bei der Präsentation des neuen Heftes noch weitere Texte und Bilder aus dem Gehäuse-Projekt vorgestellt und dazu Steine aus Rüdersdorf, Stuck vom Molkenmarkt sowie Muscheln und Äste verschiedener Herkunft bespielt.
Danach gab es Musik aus elektronischen Klanggeräten und Zimmerpflanzen von drusnoise.
Das Magazin „kontaminiert werden“ ist allen, die sich für Natur/Kultur-Beziehungen interessieren, nur wärmstens zu empfehlen. Es beschäftigt sich insbesondere mit dem Verhältnis von Menschen und Pflanzen in urbanen Räumen „in den Ruinen der Reinheit“.
Die #1 des Magazins ist hier online zu finden: https://www.yumpu.com/de/document/view/67534755/zine-1-de/2 #2 sollte auch bald online gestellt werden.





Ready for the machines?
Hier wird an den Schnittstellen gearbeitet.

Wir lernen: Die Roboter müssen aufs Feld, damit der Mensch dort wieder Zeit zum Nachdenken hat. Denn so kann er wieder im Boden wühlen kann und sich mit den Pflanzen vertraut machen, während die Roboter ihre Bahnen ziehen.
Auch deshalb lautet das Motto für die Zukunft: Ready for autonomy.





Das Plastikkitz muss nun aber keine Angst vor den kommenden Dingen haben: Der AgBot blickt voraus, seine vielen Augen haben es im Blick. Ja, vielleicht entstehen zwischen ihm und dem Kitz sogar zukunftsweisende Allianzen.



… auf der Agritechnica in Hannover – Recherchen zum das Romanprojekt „Land, Maschinen, Paradies.“, an dem ich jetzt wieder arbeite.
Waldtrost
So kehren wir zurück ins Wirtshaus der Wildnis…

Durch Passagen zwischen Hirschkuhträumen und Hirschkäferdelirien…

Im doppelt gestriemten Bett…

Am gläsernen Abhang entlang…

Kehren zurück.
Vor sieben Jahren…
… am 22. Juli 2016 fand meine Abschlusslesung als Lutz-Stipendiat in Pfaffenhofen a.d. Ilm statt.

Ein schöner Zufall, dass nun gestern, genau sieben Jahre später, die Lesung zum Abschluss des Lutz-Symposiums mit acht Autor*innen, die im Flaschlturm drei Monate arbeiteten (oder arbeiten werden), war.
Diesem voran gingen zwei schöne, arbeitsreiche Tage mit produktiven Textbesprechungen. Und dann eben wieder: Lesen im Rathaussaal, beäugt von vier bayerischen Königen im Großformat.




Vielen Dank an Steffen Kopetzky, Julia Burger und das Kulturamt der Stadt Pfaffenhofen für die tolle Organisation und Rahmung und an Karin Fellner und Nico Bleutge für die Moderation. Es war wieder sehr schön!

Fotos: (c) Stadt Pfaffenhofen
Floating
Am zurückliegenden Dienstag durften Ursula Seeger und ich beim Poets‘ Corner im Rahmen des poesiefestivals berlin an einem besonders schönen Ort lesen: an der Floating Univerity.
Außerdem lasen bei dieser schönen Veranstaltung noch Elke Cremer und Hn Iyonga, Musik gab es von Felicity Mangan, die Moderation übernahm Raphael Koranda.
Vielen Dank an Lara Huesmann für die Organisation und ans Haus für Poesie!







Spurenlesen in Salzburg
Vom 5. bis 8. Mai traf sich die Literaturgruppe dns [die_natur.schreibt], bei der ich nun seit einigen Monate nauch dabei bin, in der ARGEkultur in Salzburg, um Möglichkeiten poetischer Verflechtungen zwischen menschlicher und nichtmenschlicher Natur zu diskutieren. Am letzten Tag gab‘s zum Abschluss des Treffens eine schöne Lesung im Veranstaltungssalon der ARGE.
Es waren wunderbare, in verschiedenster Hinsicht inspirierende Tage! Vielen Dank vor allem an das Salzburger dns-Mitglied Christian Lorenz Müller für die großartige Organisation!

















Unter Fotoreihe: (C) Wolfgang Lienbacher
Drachen und Trommeln
Drackenstein ist ein typischer Burgenname und bedeutet „Fels, auf dem ein Drache lebt“. Von der Burg, die dem kleinen Ort im Landkreis Regensburg den Namen gab, ist heute nichts mehr zu finden. Der Ort setzt sich aus einer Anzahl großzügiger bis herrschaftlicher Eigenheime zusammen. Die Burg scheint gedanklich-architektonisch weiterzuleben.

Im angrenzenden Wald finden sich zahlreiche große, saftig bemooste Steine und kleine Wunderwesen wie dieser Moosrüsseldrack.

Ein Schalenstein direkt neben dem Moosrüsseldrack, angeblich ein Druidenstein oder eine keltische Opferschale, wurde vor wenigen Jahren geklaut. Wonach „jemand aus der näheren Umgebung, der (sich) der Historie verpflichtet gefühlt“, eine Nachbildung an Stelle des verschwundenen Steines sowie ein erklärendes Schild aufgestellt hat.

Am anderen Ende des Weges durch den Wald trifft man, wie mir Waldspaziergänger erzählen, auf einen „Kraftort“, an dem sich in Vollmondnächten eine Trommlergruppe trifft, die über einen Schamanen und eine Facebookseite verfügt.

Unter dem mit Holzeule, Steinkreuz und Glasaugen markierten Ort ist ein winziger Weingarten angelegt. Ob dort Schamanen- oder Drachenwein angebaut wird? Bänkchen und Tisch zwischen jungen Weinstöcke weisen darauf hin, dass man hier jedenfalls gerne einen hebt, mit Blick ins weite Land, auf Bäumen und Hecken, auf Moose und Flechten, auf alte und neue Burgen.

Gerüste / Skelette
Zwischen Lehr- und Schalungsgerüsten, Tonnen- und Spitzgewölben, Wirbeln und Säulenkonstruktionen, Trägern und Steckverbindungen, Klemmen und Normalkupplungen, Exo-, Endo- und Hydroskeletten:
Arbeiten am Kapitel „Gerüste / Skelette“.









Zellen / Kerne
Zellen können wachsen und sich sich zu größeren Verbände und komplexen Gebilden zusammenschließen. Manche Zellen bleiben klein, andere wuchern und verleiben sich andere Zellen ein.
Berlin entstand im Hochmittelalter durch die Gründung von zwei Handelsorten, die sich zusammenschlossen. Ab dem 18. Jahrhundert wuchs die Stadt rasant und schluckte zahlreiche Dörfer, 1920 nahm es sieben Städte in sich auf. Einzelne Teile der alten Kerne sind heute noch zu erkennen.









Momentan gestalten Ursula Seeger und ich das Anfangskapitel unseres Buches zu menschlichen und nichtmenschlichen Gehäusen.





