POING Zukunft

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Am Freitag, 4.9., findet die Vorstellung der Anthologie „POING | ZUKUNFT“ in der Schwartzschen Villa in Berlin-Steglitz statt. Vier Lyrik- und Fotozyklen aus dem Band werden präsentiert.

Ursula Seeger und ich werden unseren Zyklus „Wellen und Kreise“ vortragen, des Weiteren lesen Annalisa Hartmann, Lars-Arvid Brischke und Sina Nowikow. Die Moderation übernehmen die Herausgeber und Verleger der Anthologie, Christian Vater, T. G. Vömel.

Die Lesung beginnt um 20:00 Uhr und findet im Großen Salon der Schwartzschen Villa statt (Grunewaldstraße 55, 12165 Berlin, U9 Rathaus Steglitz / S1 Rathaus Steglitz – Weitere Infos unter https://www.berlin.de/land/kalender/index.php?detail=135756&ls=0&c=91&date_start=04.09.2020&date_stop=04.09.2020 – Achtung, als Anfangsuhrzeit ist auf der Veranstalterseite 19:30 angegeben, tatsächlich wird die Lesung um 20:00 beginnen).

POING ist eine vom vauvau-verlag für interaktive lyrik 2017 ins Leben gerufene Anthologie-Reihe, die alle zwei Jahre zu unterschiedlichen Themen erscheint. Sie präsentiert Gemeinschaftsarbeiten von Autorentandems, die sich medienübergreifend in Wort und Bild dialogisch begegnen. Dem Verlagskonzept entsprechend bringen dabei alle Beteiligten sowohl Bilder als auch Texte in die Arbeit ein.Insgesamt erscheint die im zweiten Band der Anthologie entworfene ZUKUNFT über die Generationen hinweg eher zweifelhaft, keineswegs so verheißungsvoll, wie es uns Vertreter der Werbebranche, der New Economy oder Smart-Living-Visionäre verkaufen wollen.

Die Beiträge nehmen diesbezüglich sehr unterschiedliche kritische Positionen ein, ohne dabei ins allzubekannt überzeichnet Apokalyptische abgleiten zu müssen.Vielleicht gerade weil sich das Zukünftige unserem Zugriff entzieht, spüren die Bilder das Zukünftige im Gegenwärtigen auf und entwerfen von diesem Ausgangspunkt neue Pläne und Zukunftskartografien, nutzen die visuell inszenierten Alltagsobjekte spielerisch als Prognoseinstrumente.

Die Texte hingegen wagen in der Zeitachse den Blick zurück, zurück in die literarische Tradition, wie zum Beispiel zu Hölderlin oder in private Erinnerungsarsenale. So wird der ganze Zeitstrahl in den Blick genommen und die Zukunft aus der Vergangenheit und der Gegenwart extrapoliert, vielleicht als altbekannte, sich nur wiederholende Zukunft, vielleicht auch als unwiederbringlicher Verlust, wenn zum Beispiel Bäume – ähnlich wie ausgestorbene Tiere im Zoo oder im Museum – nurmehr in privaten Erinnerungsarchiven oder lyrischen Sprachreservaten überleben.

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