Augustfunde

Gepostet am Aktualisiert am

Ein außergewöhnlich heißer Monat. Ein Dürremonat. Wiesen, wie ich sie in meiner bayerischen Heimat noch nie sah.

Dachspfoten galten hier einst als unheilabwehrend. Man trug sie an Charivaris – Schmuckketten, an die man Zähne, Haare, Gebisse, Knochen oder eben auch Pfoten von Tieren hing, im Glauben, die Kräfte dieser Tiere gingen auf den Träger oder die Trägerin über.

Welche Talismane braucht eine Zeit, in der einen statt wilden Tieren die Tücken einer scheinbar unregulierbaren menschlichen Natur das fürchten lehren?

In schattigen, von Menschenhand nur wenig veränderten Wäldern war die Trockenheit weniger stark zu spüren. Dort konnte einen immer wieder üppiges Wuchern überraschen.

Überhaupt erstaunt es immer wieder, wo überall Pflanzen und Tiere sich einzunisten vermögen und was ihnen alles als Lebensraum dienen kann. Dabei zeigt sich oft auch, wie einfach und beschränkt unsere Vorstellungen für die Nutzung von Orten ist.

So kann eine Krone etwa ein guter Brutplatz für Befiederte sein. Die Herrschaftsinsignie eignen sich dafür gar nicht schlecht. Welche Verstrickungen sich in der menschlichen Zeichenwelten daraus ergeben, soll nicht die Sorge einer Taube sein.

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