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Gedichtperformance “Katastrophen/Formen – Der Erste Weltkrieg in 9 lyrischen Bildern“ in der Akademie der Künste und auf Deutschlandradio Kultur

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Die von mir eingerichtete und inszenierte  Gedichtperformance “Katastrophen/Formen – Der Erste Weltkrieg in 9 lyrischen Bildern” wurde am 9. Juni an der Akademie der Künste Berlin im Rahmen des poesiefestivals berlin 2014. Die grandiosen SprecherInnen waren Xaver Römer, Julia Trompeter, Iwona Mickiewicz und Caro Bohn.

Der Mitschnitt dieser Gedichtperformance wird am Samstag, den 26. Juli, von 22:30 bis 23:00 Uhr auf Deutschlandradio Kultur zu hören sein.

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(Fotos: © gezett http://gezett.de/)

 

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Kleine, unvollständige Liste der wichtigen Fragen, denen man sich als Stipendiat des Döblin-Hauses in Wewelsfleth stellen muss

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Wewelsflether Tegulalogie

1. Was sagen die Delfter Kacheln im Erdgeschoss über mich und meine Stipendiatengeneration aus? Wie bisher noch jede Stipendiatengeneration irgendwann feststellen musste, ist das Schicksal aller bisherigen und zukünftigen Stipendiaten auf diesen Kacheln festgehalten. Da diese aus Tonerde gebrannt, mit luftigem Pinselstrich bemalt und als Entgelt für reiche Walfänge ausgegebenen wurden, wohnt in ihnen das Wissen aller vier Elemente.  Die Kacheln wissen alles, man muss sich nur lange genug in sie vertiefen. Dabei sind nicht nur allegorische Figurationen, biblische und mythologische Anspielungen zu beachten, sondern auch die Variationen in der Gestaltung von Vögeln, Wolken und weidenden Brüsten.

2. Was ist die Botschaft des Hahns, der unter der Stiege seinen Schlaf hält? Die naheliegende Vermutung, diese Frage ließe sich am Besten beantworten, indem man sich in klaren Vollmondnächten mit einer Flasche Wein zu dem Hahn gesellt und in direktem Dialog mit ihm tritt, führte bisher die meisten Stipendiaten, soviel sei verraten, aufs Glatteis.

3. Wo ist der Geruch und wenn ja wie viele? An dieser Stelle sei der Behauptung älterer Stipendiatengenerationen, es gebe einen Marder, der durch das Haus wandert, deutlich widersprochen. Diese Stipendiatengenerationen haben sich dem Geruch vielmehr so vollkommen hingegeben, dass er ihnen Marder vorgetäuscht hat. Es gibt nur den Geruch und dieser ist total, so behauptete eine StipendiatenInnengeneration, die wohl irgendwann im Dunst des Geruches verschwand, so dass sich heute nichts Weiteres mehr über sie sagen lässt.

4. Gibt es tatsächlich einen Engel hinter den verschließbaren Holzladen in Grassens ehemaliger Schreibstube? Und falls ja: ist er ein bisschen schrecklich, so wie Rilkes Engel – oder so schrecklich, dass man ihn notwendiger Weise einsperren muss?

5. Was meint die Inschrift des Balkens, der über der Müllsacktruhe aufgehängt ist und warum hält er auf so unangenehme Weise Zwiesprache mit den Stipendiaten dieses Hauses? Wurde er gerade für sie im 18. Jahrhundert angefertigt und was würde eine dieser Vermutung entsprechende Theorie der Zeit für die knapp bemessene Zeit des Stipendienaufenthalts bedeuten?

6. In welcher Sprache unterhalten sich die Totemtiere des Hauses an den Treppengeländern nachts miteinander? Man geht nicht fehl in der Annahme, verschiedene hybride Dialekte und Spuren von Platt in ihrer Zwiesprache zu vermuten. Die Ineinanderverschachtelung von Tier- und Menschensprachen, die der Adler und der Fischmenschen jedoch seit Jahrhunderten kultiviert haben, macht es einem allerdings nicht eben leicht, innerhalb von drei Monaten ein tieferes Verständnis ihrer Gespräche zu entwickeln.

Keine Frage war während des Aufenthalts im Döblin-Haus, dass Desiree sich um alles Übrige im Haus so gut sorgte, dass man sich allen anderen Fragen als den alltäglichen stellen konnte. Ein großer Dank an sie sowie an Antje und Carola fürs Organisieren der Lesung!

Einsames Atomkraftwerk mit Leihfahrrad am Elbufer – Kleiner Beitrag zur Wewelsflether Deichromantik

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Eine kleine Erinnerung an Tage Wewelsflether Deichromantik, die ich betiteln möchte „Einsames Atomkraftwerk mit Leihfahrrad am Elbufer“

Kein Deichschaf, das da nicht den Caspar David Friedrich in sich spürte…

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Der Butt hat gerufen

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Vom 1. März bis zum 31. Mai werde ich als Alfred-Döblin-Stipendiat im ehemaligen Haus von Günther Grass in Wewelsfleth an meinem Roman weiterarbeiten. Dieses wurde im 18. Jahrhundert als Kirchspielvogtei gebaut und diente später als Kolonialwarenladen, wovon noch Einiges zu sehen sein soll. Toi toi toi, auf dass mich und meine Maschinen dort nette und interessante Geister heimsuchen mögen. Bis zur Nordsee werd ich von meinem Zimmer aus wohl nicht sehen, aber vielleicht ja zumindest zum nahgelegenen Kernkraftwerk Brokdorf. Keine schlechten Bedingungen dafür, dass einem dort der eine oder andere interessante Fang ins Netz geht…

Meine neue Autorenseite

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Ich freu mich, meine backfrische Autorenseite vorstellen zu dürfen!

Hier finden sich Infos und Materialien zu meinen Arbeiten im Bereich Literatur, Theater und Performance.

Jo Imagines Machines Nov12