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Im Ernstfall Humor
Ein Gespräch der NRWZ mit mir über alte Schutzbunker, neue Drohkulissen und das am nächsten Wochenende in Rottweil aufgeführte Performancestück:

Rottweiler Bunkerwelten
Am Freitag, 21., und Samstag, 22. September, kommt „DER ERNSTFALL – Eine kleine Bunkerrevue“ in den Rottweiler STALL 27.

Lange schien es, als wären die atomaren Drohszenarien des Kalten Krieges Geschichte. Nun erfahren sie neue Aktualität. Sollte man langsam wieder übers Bunkerbauen nachdenken?
In dem Performancestück DER ERNSTFALL bereiten Johann Reißer (Rottweiler Stadtschreiber 2014) und Christoph Marko auf den Worst Case vor. Sie verwandeln den STALL 27 in einen Übungsbunker, in dem Drohkulissen der Vergangenheit auf schöne neue Bunkerwelten unserer Tage treffen, handfeste Bunkerberatung stattfindet und auch Rottweils Bunker begutachtet werden.
In einem Reigen aus Szenen, Live-Musikstücken und Filmsequenzen werden die Zuschauer in Unterwelten des Krieges entführt. Ernst und Ironie, Realität und Fiktion verschwimmen, wenn es zu Begegnungen mit Bunker-Immobilienhaien und eingebunkerten Militärs, mit Hobby-Bunkerbauern und dem Bunker-Bazi kommt.
Ob uns neue Raketenabwehrsysteme retten können? Oder doch eher ein solider Selbstbaubunker? Nach dem ERNSTFALL wird man es wissen.
Aufführungen:
Freitag 21. und Samstag 22. September 2018, jeweils 20:00 Uhr
STALL 27, Waldtorstraße 27, Rottweil
Eintritt: 12 Euro, ermäßigt 8 Euro
Heimaten
Am Sonntag, den 16. September, werde ich um 19:00 Uhr gemeinsam mit Filiz Penzkofer in der Kreuzberger Lettretage lesen.
Wir werden eigene und nicht eigene Texte aus der im Viechtacher lichtung-Verlag erschienen Anthologie „HEIMAT – Ein Lichtung-Lesebuch“ vortragen, begleitet von Musikzwischenspielen und Poetryfilmen.
Der lichtung-Verlag schreibt über diesen Band: „Heimat kann vieles sein: Ein Ort, ein Land, die Familie. Eine Sehnsucht oder eine Erinnerung. Heimat ist verloren oder gefunden. Heimat kann einengen, sie kann befreien. Für jede Generation, für jeden Menschen bedeutet sie anderes. 26 Autoren aus Niederbayern, Oberbayern und der Oberpfalz beleuchten in der gleichnamigen Anthologie dieses vielschichtige Thema aus verschiedenen Blickwinkeln.“ Die AutorInnen des Lesebuchs sind Marianne Ach, Ahmad Almahmoud, Django Asül, Ulrike Anna Bleier, Jonas Brand, Caroline von Eichhorn, Ottfried Fischer, Harald Grill, Marianne Hofmann, Margret Hölle, Ingrid Kellner, Karl Krieg, Barbara Krohn, Christian Lex, Jutta Mehler, Karin Michalke, Christian Muggenthaler, Christoph Nußbaumeder, Eugen Oker, Filiz Penzkofer, Herbert Pöhnl, Johann Reißer, Marcus H. Rosenmüller, Martina Schwarzmann, Bernhard Setzwein und Albert Sigl.

Innovation Tradition Test
„Innovation Tradition Test“ – Text/Musik-Performance beim letztjährigen Stadtfest der innovationsfreudigen Traditionsstadt Rottweil. Garniert mit Bilderallerlei, gepflückt auf der Innovationsachse Südwest.
Text/Sprecher/Musikidee: Johann Reißer
Solo-Orgel: David Malys
Schlagzeug: Gabriel Saldivia Diaz
Rhythmus-Orgel: Emilie Fleig
Schmauchspuren 08/15 – Maschinengewehrpoetik in Spandau
Am kommenden Samstag, 26. Mai, gibt es ab 14 Uhr in der Spandauer Fußgängerzone Maschinengewehrpoetik zu hören – und zwar bei Poets‘ Corner Spandau, einer Veranstaltung im Rahmen des poesiefestivals berlin.
Ich werde unter Einsatz verschiedener Geräte Gedichte aus meinem neuen Zyklus „Schmauchspuren“ performen. Dieser setzt sich mit Rüstungsproduktion und Kriegshandwerk in Deutschland auseinandersetzt. Dabei ist auch die Rüstungsproduktion am Veranstaltungsort ein Thema – gilt Spandau doch als die preussische Rüstungsschmiede schlechthin, in der neben Kanonen, Munition, Schießpulver und Gewehren auch das berüchtigte 08/15 Maschinengewehr hunderttausendfach gefertigt wurde.
Außer mir lesen vorm Gotischen Rathaus, Breite Straße 32, Roberto Equisoain, Mara Genschel, Goitseone Montsho, Rike Scheffler und Charlotte Warsen.

Patriotendampf

„Patriotendampf“ – Collage zu Kapitel 5 von „Pulver“, dem Roman, an dem ich eben schreibe.
WW1-Performance beim StAnza Poetry Festival St Andrews
Am Sonntag, 11.3., wurde meine Lyrikperformance „CATASTROPHE/FORMS – WW1 in 9 Pictures“ beim wundervollen StAnza Poetry Festival in St Andrews gezeigt.
Die Aufführung übernahmen 12 Jugendliche des Byre Youth Theatre unter der Leitung von Ashley Foster und Stephen Jones. Es war spannend, die Performance da in einer ganz anderen Form zu sehen, mit schönen szenischen Ideen und tollen jungen SprecherInnen.
Vielen Dank an Eleanor Livingstone, Annie Rutherford und das StAnza-Festivalteam sowie an das Byre Youth Theatre!
Wer jetzt nicht Bunker baut, ist selbst Schuld
Und hier schließlich noch die Aufführungsbesprechung von „DER ERNSTFALL“ in der Esslinger Zeitung:

Unterwelten des Krieges
Hier ein paar Fotos zu den Aufführungen von „DER ERNSTFALL – Eine kleine Bunkerrevue“ in der Esslinger Spinnerei.
Und hier auch noch der Artikel, den die Esslinger Zeitung darüber schrieb:

Interessanter Weise begannen nach den Aufführungen in Esslingen dann erst so richtig die Unterweltenheimsuchungen. So stieß ich in Rottweil, wohin ich anschließend fuhr, nicht nur auf dem Gelände der ehemaligen Pulverfabrik auf manch erstaunliche Schutz- und Nutzräume im Untergrund.
Rottweil hat auch einen Bundeswehr-Fernmelde-Bunker zu bieten, von dem kaum jemand etwas weiß: http://rottweil.net/frame/Themen/2000/April2000/BundeswehrKatzenwaeldle/frame.php
Die Landesregierung Baden-Württemberg baute sich zudem in der heißen Phase des Kalten Krieges einen mächtigen Bunkerunter dem Gebäude des Rottweiler Aufbaugymnasiums, in dem früher die NAPOLA untergebracht war. Über Details herrscht hier noch immer Stillschweigen. Jedoch weiß man, dass man sich im Krisenfall in diesen Schutzraum mit bis zu 200 Schlafplätzen wollte zurückziehen, um die zivilen Geschäfte Baden-Württembergs von Rottweil aus zu regeln:
